Das meißte Gold wird unten im Djungle als Staub aus dem Schlamm der Flüsse gewonnen. Um dieses feine Gold vom Schlamm zu trennen wird Quecksilber verwendet. Darum ist der Quecksilbergehalt der Gewässer unterhalb einer Goldgräberstadt oft ums viele Tausendfache über den Grenzwerten. Das müßte nicht sein, da es kleine preiswerte Geräte gibt, die den Quecksilberdampf auffangen und so einen geschlossenen Kreislauf bilden.
Wenn Du auch so ein hartgesottener Geselle warst, der drei mal täglich Quecksilberdampf inhalierte, oder sogar Amalgamblomben im Mund hast, schau doch mal unter Schwermetallausleitung.

Als sich der hohe Goldgehalt bei den Geheimdiensten einer der Großmächte rumsprach, kamen einmal viele Bagger eingeflogen, die ein Stück Wald in eine vergiftete Mondlandschaft verwandelten. Es rechnete sich jedoch nicht. Mit schweren Maschinen wird die Erdoberfläche zerklüftet, gesprengt, zermahlen. Lohnt sich materiell nur mit viel Glück und Sachverstand im Ausbeuten unserer Mutter Erde.
In mittlerer Höhe ist die Goldgewinnung am Umweltverträglichsten. Die Goldkörnchen oder Nuggets werden einfach mit einem Glas oder einer Taucherbrille gesucht und dann mit der Hand aufgesammelt. Mit dieser einfachem Methode können mancherorts im Schnitt so 1-3 Gramm Gold am Tag gewonnen werden. Das reicht zum Leben im Djungle, aber nicht zum Reich werden.
Eine Draga (Drache) ist eine Art Staubsauger für Wasser, Sand Steine und Gold, der auch gleich die Goldkörnchen aussortiert - wenn alles richtig eingestellt und austariert ist. Natürlich muß der Sprit und die Ersatzteile angekarrt werden. Gold ist schwerer als Steine und liegt hauptsächlich auf dem Felsbett unter einer teilweise meterhohen Geröllschicht. Die großen Steine müssen per Hand oder Winde beiseite gewuchtet werden. "Schamponiert" man mit dem Maschinchen an einer guten Stelle sind so 10-15 Gramm am Tag drin, abzüglich Sprit, Verschleiß, Bier, Fleisch sowie die Arbeitszeit und Goldgeilheit von 3 Leutchen.
Da in höheren Regionen beim Nugget Hunting Goldstückchen von 0,1-?g gefunden werden braucht kein Quecksilber verwendet werden. Die Steine werden sowieso ständig von der Regenzeit umgegraben, so daß man bei dieser Art Goldsuche die Natur so läßt, wie sie ist und man sie auch lassen sollte.
Reichtum durch natürliche Goldfallen wie sagenumwobene Granitflüsse, Goldtaschen in einer Felsspalte von mehrern Kilos sind die große Ausnahme - in der Praxis eine reine theoretische Möglichkeit - übrigens auch für Goldsucher wie Miguel Diander, von dessen Mengenangaben und Prognosen man lieber mehr als die Hälfte abzieht. Erst nachdem man mehrere Meter Geröll unter Wasser weggeschafft hat, weiß man, daß dort meißt nichts ist außer Schinderei und Steine.